Warum Gebärden von Anfang an?
Gebärdensprache ist mehr als eine Sprache für gehörlose Menschen. Sie ist ein wunderbarer Weg, mit Kindern in Kontakt zu treten – lange bevor sie die ersten Worte sprechen. Babys und Kleinkinder können Gebärden oft viel früher verstehen und nutzen als gesprochene Sprache.
Für Familien mit gehörlosen oder schwerhörigen Kindern ist die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ein grundlegender Baustein für die Kommunikation und Teilhabe. Aber auch für hörende Familien kann Gebärdensprache den Alltag bereichern.
Fünf Tipps für den Einstieg
1. Starte mit Alltagsgebärden
Beginne mit Gebärden, die ihr jeden Tag braucht: Essen, Trinken, Mehr, Fertig, Mama, Papa. Diese Gebärden lassen sich ganz natürlich in eure Routinen einbauen.
2. Gebärde immer zusammen mit dem gesprochenen Wort
Verwende die Gebärde parallel zum gesprochenen Wort. So versteht dein Kind den Zusammenhang und lernt beide Sprachen gleichzeitig.
3. Wiederholung ist der Schlüssel
Wie bei jeder Sprache gilt: Je öfter dein Kind eine Gebärde sieht, desto schneller wird es sie verstehen und selbst nutzen. Sei geduldig – es kann einige Wochen dauern.
4. Mach es spielerisch
Gebärden sollen Spaß machen. Nutze Lieder, Bilderbücher und Spiele, um Gebärden einzuführen. Kinder lernen am besten, wenn sie Freude dabei haben.
5. Sei nicht perfekt – sei präsent
Du musst keine perfekten Gebärden zeigen. Wichtiger ist, dass du präsent bist und eine Verbindung zu deinem Kind aufbaust. Die Feinheiten kommen mit der Zeit.
Wann ist ein Kurs sinnvoll?
Wenn du tiefer einsteigen möchtest oder professionelle Begleitung suchst, ist ein Gebärdensprachkurs genau das Richtige. In meinen Kursen lernst du nicht nur einzelne Gebärden, sondern auch, wie du sie natürlich in euren Alltag integrierst.
Besonders für Familien mit gehörlosen oder schwerhörigen Kindern empfehle ich einen Hausgebärdensprachkurs, bei dem ich zu euch nach Hause komme und wir in vertrauter Umgebung lernen.
Du möchtest mehr erfahren? Schreib mir gerne – ich berate dich unverbindlich.