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Kommunikation im Alltag stärken – mit Gebärden und Geduld

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Kommunikation beginnt vor dem ersten Wort

Kommunikation ist so viel mehr als Sprechen. Schon Neugeborene kommunizieren – durch Blicke, Gesten, Laute und Mimik. Als Eltern können wir lernen, diese Signale zu lesen und darauf zu reagieren.

Gebärdensprache bietet eine wunderbare Möglichkeit, diese natürliche Kommunikation zu erweitern und zu vertiefen.

Alltägliche Situationen nutzen

Die besten Lernmomente entstehen ganz nebenbei. Hier sind Situationen, die sich besonders gut für Gebärden eignen:

Beim Essen

Das gemeinsame Essen ist ein idealer Zeitpunkt. Gebärden wie Essen, Trinken, Mehr, Fertig oder Lecker lassen sich hier ganz natürlich einsetzen. Dein Kind sieht sofort, was die Gebärde bedeutet.

Beim Anziehen

Schuhe, Jacke, Mütze – beim Anziehen könnt ihr die Dinge benennen und gebärden, während ihr sie in der Hand haltet. Das macht die Verbindung besonders anschaulich.

Beim Vorlesen

Bilderbücher sind perfekt, um Gebärden zu üben. Zeige die Gebärde für ein Tier, eine Farbe oder eine Handlung, während ihr das Buch anschaut.

Beim Spielen

Im Spiel entstehen viele Kommunikationsanlässe. Ball, Puppe, Auto – gebärde einfach mit, was gerade passiert.

Drei Grundsätze für den Alltag

Aufmerksamkeit statt Perfektion

Es geht nicht darum, jedes Wort zu gebärden. Wähle bewusst Momente, in denen du deinem Kind volle Aufmerksamkeit schenkst. Wenige Gebärden mit voller Präsenz sind wirksamer als viele Gebärden nebenbei.

Wiederholung schafft Vertrauen

Kinder brauchen Wiederholung, um sich sicher zu fühlen. Nutze die gleichen Gebärden immer wieder in den gleichen Situationen. Das schafft Routine und Vertrauen.

Freude als Motor

Wenn ihr gemeinsam lacht und Spaß habt, lernt dein Kind am besten. Gebärden sollen keine Pflichtübung sein, sondern ein gemeinsames Erlebnis.

Wenn es nicht sofort klappt

Es ist völlig normal, dass Kinder nicht sofort zurückgebärden. Manche Kinder brauchen Wochen oder sogar Monate, bis sie die ersten Gebärden selbst nutzen. Das bedeutet nicht, dass sie nichts verstehen – im Gegenteil. Oft verstehen Kinder viel mehr, als sie zeigen.

Bleib dran und hab Geduld. Der Moment, in dem dein Kind die erste Gebärde macht, ist unbezahlbar.


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