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Was ist ein Hausgebärdensprachkurs?

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Gebärdensprache lernen – dort, wo ihr lebt

Ein Hausgebärdensprachkurs ist genau das, was der Name verspricht: Ein Gebärdensprachkurs, der bei euch zu Hause stattfindet. Eine Dozentin oder ein Dozent kommt zu eurer Familie und unterrichtet die Deutsche Gebärdensprache (DGS) in eurer gewohnten Umgebung.

Für viele Familien ist das die ideale Form des Lernens. Denn Gebärden lassen sich am besten dort üben, wo sie auch im Alltag gebraucht werden – in der eigenen Küche, im Kinderzimmer, am Esstisch.

Für wen ist ein Hausgebärdensprachkurs gedacht?

Hausgebärdensprachkurse richten sich vor allem an:

  • Familien mit gehörlosen oder schwerhörigen Kindern, die DGS als gemeinsame Sprache lernen möchten
  • Eltern von Kindern mit Cochlea-Implantat (CI), die Gebärdensprache ergänzend nutzen möchten
  • CODA-Familien (Children of Deaf Adults), in denen gehörlose Eltern und hörende Kinder zusammenleben
  • Familien, die Gebärdensprache als Brücke zur Kommunikation nutzen möchten, z.B. bei Sprachentwicklungsverzögerungen

Wie läuft ein Hausgebärdensprachkurs ab?

Erstes Gespräch

Am Anfang steht ein unverbindliches Kennenlerngespräch. Ich möchte eure Situation verstehen: Wer soll teilnehmen? Welche Vorkenntnisse gibt es? Was sind eure Ziele?

Individuelle Planung

Jede Familie ist anders. Deshalb stelle ich den Kursinhalt individuell zusammen – abgestimmt auf euer Tempo, eure Wünsche und das Alter der Kinder.

Regelmäßige Treffen

In der Regel treffen wir uns einmal pro Woche für eine Unterrichtseinheit. Die Dauer richtet sich nach den Teilnehmenden – bei kleinen Kindern sind kürzere Einheiten oft sinnvoller.

Alltagsnahe Inhalte

Wir üben nicht abstrakt, sondern an echten Situationen: Morgenroutine, Essen, Spielen, Gefühle ausdrücken. So könnt ihr das Gelernte sofort anwenden.

Vorteile eines Hausgebärdensprachkurses

  • Vertraute Umgebung: Kinder fühlen sich zu Hause sicher und sind offener für neue Dinge
  • Flexible Zeiten: Wir finden Termine, die zu eurem Familienrhythmus passen
  • Alle können mitmachen: Geschwister, Großeltern oder andere Bezugspersonen können sich beteiligen
  • Direkte Anwendung: Was ihr lernt, könnt ihr direkt in eurem Alltag ausprobieren
  • Individuelle Betreuung: Ich gehe auf eure Fragen und euer Tempo ein

Mögliche Kostenübernahme

In vielen Fällen können die Kosten für einen Hausgebärdensprachkurs von Kostenträgern übernommen werden, zum Beispiel im Rahmen der Eingliederungshilfe (SGB IX) oder anderer Leistungen zur Teilhabe.

Die genauen Voraussetzungen und Ansprüche hängen von der individuellen Situation ab. Bitte informiere dich bei deinem zuständigen Kostenträger oder einer unabhängigen Beratungsstelle. Ich kann keine Rechtsberatung geben, unterstütze euch aber gerne mit Informationen zum Ablauf und beantworte eure Fragen.

Häufige Fragen

Muss ich selbst schon Gebärden können? Nein, überhaupt nicht. Der Kurs ist genau dafür da, dass ihr gemeinsam lernt. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ab welchem Alter des Kindes ist ein Kurs sinnvoll? Grundsätzlich gibt es kein „zu früh”. Auch Babys profitieren davon, wenn ihre Eltern Gebärden nutzen. Die Kursinhalte passe ich an das Alter an.

Wie lange dauert ein Kurs? Das ist individuell. Manche Familien begleite ich über mehrere Monate, andere brauchen nur einen kurzen Einstieg. Wir besprechen gemeinsam, was für euch passt.


Du interessierst dich für einen Hausgebärdensprachkurs? Nimm Kontakt auf – ich berate dich gerne und unverbindlich.